(Deutsch) Piazza del Duomo

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Piazza del Duomo

Azzone Visconti ließ um 1330 zu merkantilen Zwecken die Piazza dell’Arengo schaffen, eine Vorstufe des heutigen Platzes. Sie lag zwischen der Basilica Santa Maria Maggiore und der Basilica di Santa Tecla. Zu diesem Zwecke wurden etliche Tavernen geschleift. Gian Galeazzo Visconti ließ 1385 einige weitere Häuser abreißen und auch ein Baptisterium. 1458 wurde auf Geheiß Francesco Sforzas mit der Billigung von Papst Pius II. die Basilica di Santa Tecla abgerissen, um einen großen, würdigen Domplatz zu schaffen. 1548 wurde der Platz erneut erweitert. Auch in der Periode Napoleons wurde eine Vergrößerung des Platzes erwogen, wobei die dominierende Rolle des Doms zugunsten anderer Monumente (Triumphbögen, Gerichtsgebäude) reduziert werden sollte. Die hochfliegenden Pläne scheiterten allerdings am Geldmangel und am baldigen Ende der Ära Napoleons. Auch während der Restaurationsperiode 1814-1859 geschah relativ wenig. 1865-73 gewann der Domplatz allerdings durch den Plan des Architekten Giuseppe Mengoni sein heutiges Gesicht. Der Platz wurde bedeutend vergrößert und die Platzrandbebauung selbstbewusst modernisiert.

Im Hochgefühl der siegreichen Einigung Italiens wurden im April 1860 die Bürger Mailands eingeladen, Ideen für den neuen Domplatz und eine neue, nach Vittorio Emanuele II. zu benennende Straße vorzutragen. Ein Architektenwettbewerb vom Mai 1861 erbrachte 18 Projekte, im Sommer 1862 wurden vier davon ausgezeichnet. Mengonis Projekt erhielt keinen Preis, fand aber viel Zustimmung und in einem zweiten Wettbewerb wurde er zum Sieger erklärt. Auch der Gemeinderat billigte am 15. September 1863 den Entwurf. Nach einigen Modifikationen im Jahr 1864 setzte der König am 7. März 1865 den Grundstein zur nach ihm benannten Galleria, die innerhalb drei Jahren errichtet und am 15. September 1867 eröffnet werden konnte.

Die City of Milan Improvements Company Limited, eine Londoner Gesellschaft, die die Galleria errichtet hatte, zeigte allerdings bald finanzielle Schwächen und die Galleria musste von der Stadt Mailand erworben werden. Die Stadt musste daraufhin eine größere finanzielle Rolle bei der Umgestaltung des Platzes spielen, als zunächst vorgesehen. Die Palazzi dei Portici wurden von ihr 1875 fertiggestellt. Es fehlten allerdings noch die vorgesehenen zwei Triumphbögen, für die es am Geld mangelte. Mengoni kämpfte um sein Projekt, ging dabei auch finanzielle Risiken ein – und stürzte auf der Baustelle am 30. Dezember 1877 zu Tode.

1896 wurde das von Ercole Rosa erschaffene Reiterstandbild von Vittorio Emanuele II. eingeweiht und ab 1938 anstelle der zwei nie realisierten Triumphbögen der Palazzo dell’Arengario errichtet.

1898 wurde hier ein Aufstand vom Militärkommandanten Fiorenzo Bava-Beccaris niedergeschlagen. Er ließ seine Soldaten auf die unbewaffneten Aufständischen feuern, wobei mehr als 200 Menschen den Tod fanden.

Im Osten der Piazza liegt der namensgebende Dom. Im Süd-Osten befindet sich der Palazzo Reale. Daneben liegt der zweiteilige Palazzo dell’Arengario. Er war als Ort der Volksreden Benito Mussolinis geplant, die 1939 begonnenen Bauarbeiten wurden jedoch durch den Krieg unterbrochen und das Gebäude erst 1956 fertiggestellt. Heute beherbergt es ein Kunstmuseum. Hieran fügen sich die Portici meridoniali, die wie ihr gegenüberliegendes Pendant im Zuge der Umgestaltung des Platzes erbaut wurden, jedoch im Zweiten Weltkrieg dermaßen zerstört wurden, dass sie danach von neuem errichtet werden mussten. Im Westen des Platzes befindet sich die Casa Galli e Rosa, im Volksmund auch Carminati genannt. Im Norden des Platzes befindet sich einer der Eingänge der Galleria Vittorio Emanuele II. Er wird von den 1873 errichteten Portici settentrionali begrenzt

Dom Santa Maria Nascente

Der Mailänder Dom, dessen Grundstein 1386 gelegt wurde, ist durch viele Jahrhunderte gewachsen. Trotz langer Bauzeit bis ins 19. Jh. bleibt er ein großartiges Zeugnis lombardischer Gotik. Die Fassade wurde allerdings nach mehreren Baustufen stark historisierend vollendet. Mit einer Außenlänge von 158 m und einer Grundfläche von 11400 m² gehört der Mailänder Dom zu den größten Kirchen der Christenheit.

Der Vierungsturm wird von einer vergoldeten Marienstatue aus Kupfer geschmückt, die im Volksmund Madonnina („Madönnchen“) genannt wird, aber immerhin 4,16 m hoch ist und mehrere Tonnen wiegt. Das Dach zieren rund 3500 Figuren (Heiligenstatuen, Tiere, Dämonen). Das fünfschiffige Innere im mehrfach gebrochenen Dämmerlicht wird von riesigen Glasfenstern beherrscht: Auf 1700 m² sind rund 3600 Personen abgebildet. Der Zugang zu Ausgrabungen der Antike und den Fundamenten der Vorgängerbauten

Welchem Dom kann man schon aufs Dach steigen? Beim Mailänder geht es. Es gibt sogar einen Fahrstuhl. Von oben bietet sich ein ungewöhnlich schöner Blick auf die Piazza, die Galleria, die grünen Dachterrassen, die ganze Innenstadt und natürlich auf die Domarchitektur selbst. Dom Santa Maria Nascente

Der Mailänder Dom, dessen Grundstein 1386 gelegt wurde, ist durch viele Jahrhunderte gewachsen. Trotz langer Bauzeit bis ins 19. Jh. bleibt er ein großartiges Zeugnis lombardischer Gotik. Die Fassade wurde allerdings nach mehreren Baustufen stark historisierend vollendet. Mit einer Außenlänge von 158 m und einer Grundfläche von 11400 m² gehört der Mailänder Dom zu den größten Kirchen der Christenheit.

Der Vierungsturm wird von einer vergoldeten Marienstatue aus Kupfer geschmückt, die im Volksmund Madonnina („Madönnchen“) genannt wird, aber immerhin 4,16 m hoch ist und mehrere Tonnen wiegt. Das Dach zieren rund 3500 Figuren (Heiligenstatuen, Tiere, Dämonen). Das fünfschiffige Innere im mehrfach gebrochenen Dämmerlicht wird von riesigen Glasfenstern beherrscht: Auf 1700 m² sind rund 3600 Personen abgebildet. Der Zugang zu Ausgrabungen der Antike und den Fundamenten der Vorgängerbauten

Welchem Dom kann man schon aufs Dach steigen? Beim Mailänder geht es. Es gibt sogar einen Fahrstuhl. Von oben bietet sich ein ungewöhnlich schöner Blick auf die Piazza, die Galleria, die grünen Dachterrassen, die ganze Innenstadt und natürlich auf die Domarchitektur selbst.

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