(Deutsch) Fujiya of Japan

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Unsere kulinarische Reise geht diesmal in die japanische Küche.

Es geht um Sushi und Dashi,  Soya und Goya und um Teppan-Yaki. Überhaupt um das was Japaner so essen, denn niemand ist so gern, so gut und so gesund wie sie. Wird also höchste Zeit, ihnen mal ausgiebig in die Töpfe zu schauen.

Da die japanische Küche sehr reichhaltig und diverse Geschmacksgemüter anspricht, entschliessen wir uns, ungeachtet der populären Sushi-Trends, den in unseren Gefilden wenig bekannte Küchenrichtung der Teppan-Yaki-Kochkunst zu, bei welchem sich die akrobatisch kunstvolle Zubereitung der Speisen, aus nächster Nähe beobachten lässt.

Der uns schon von der orientalischen-türkischen Küche bekannte „Ocakbasi“ in welchem auch auf Holzkohlengrill diverse Fleischgerichte und andere kulinarische Gemüse vor den Augen des Gastes zubereitet wird, animierte uns unter anderem auch, die japanische Teppanyaki-Kunst zu besuchen.

Wir besuchen die Fujiya of Japan in Zürich, welches die japanische Teppan-Yaki-Koch-Kunst anbietet und wagen uns an das kulinarische Erlebnis, dem Koch bei der Zubereitung der Speisen aus nächster Nähe zu schauen.

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Wir wurden von der Belegschaft freundlich empfangen und auf unsere Gardrobe hingewiesen, diese abzulegen, um nicht allzu sehr an die schmackhaften Gerüche der Kochkunst ausgesetzt zu sein.

Freundlich wurden wir an ein Tisch geführt, welches eine Stahlplatte zum Kochen hat und drumherum 6 Sitzplätze bot.

Ein freundlicher Kellner weihte uns noch kurz in die Speisekarte ein und wir entschieden uns für das Menü Gion.

Es bietet eine kleine Auswahl an japanischer Kost, welche gut auf dem Heizblech zubereitet werden kann.

Bei den Getränken entschieden wir uns zu einem japanischen kalten Sake – obwohl es eine gute Auswahl an Weinsorten gab, welches zum ausgewähltem Menu passen würde.

Einleitend wurde Sashimi und Sushi bzw. hausgemachte Gemüse-Frühlingsrolle serviert.

Die Frühlingsrollen mit dem servierten Sosse mundeten wirklich sehr gut. Sashimi und Sushi waren frisch und erhärten den japanischen Touch an unserem Gourmet.

Das Handeln mit dem Essstäbchen bereite zwar anfänglich meinen Kollegen Mühe (ich bin seit geraumer Zeit als Liebhaber der asiatischen Küche mit den Essstäbchen vertraut). Nach kurzer Zeit, waren sie auch mit dem Handling der Essstäbchen gut vertraut, sodass wir an Japans Esstration näher kamen.

Wie die alten Okinawaner sagen  – mit Stäbchen essen regt die Hirnbulutung an und macht klug. Und mit stäbchen isst man mässig – also „Hara Hachi Bu“, d.h 80% des Magens, nur so viel sollte man essen, sich nie ganz satt essen, ein voller Bauch ist ungesund. Hoffen wir mal, dass wir das Ziel des „Hara Hachi Bu“ erreichen und uns nicht übersättigen.

Weiter geht es mit der  Miso-Suppe, serviert mit europäischen Löffeln. Ich hätte gerne die kleinen, aus Porzellan bemalten, Löffel, welches die japanische Atmosphäre unterstrichen hätte.

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Zwischenzeitlich erschien unser Koch und begrüsste uns kurz, bereitete das Heizblech vor und ging wieder weg.

Wir bekamen den Salat in den üblichen japanischen Teller vor servier, mit wirklich köstlichem Sesamdressing und Sojasprossen.

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Nun kam das Gericht „Ebi to hotate-Gai“, also Riesenkrevette und Jakobsmuscheln, – und da erschien auch schon unser Koch, begrüsste uns machte sich ans Werk.

Die Heizplatte wurde leicht geölt, die Krevetten und die Jakobsmuscheln werden auf der Heizplatte aufgereiht. Der Koch hantiert mit seinen zwei spachteln gekonnt die Schälung der Riesenkrevetten akrobatisch und zusammen mit den Jakobsmuscheln gegrillt. Vor dem Servieren wird das in mundgerechten Portionen zugeschnitten und am Schluss mit einem Schuss Weissweins serviert. Wir verspeisen die servierten Häppchen, es ist köstlich.

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Unser Koch bereitet während wir essen bereits den nächsten Gang vor, „Kisetsu no yaki-yasai“ – als verschiedene Gemüse auf der Heizplatte vor. Wieder werden die Spachteln gekonnt hantiert und das Gemüse knackig gar grilliert und in Häppchen geschnitten. Wir machen uns über das Servierte her und verschlingen das Gemüse regelrecht, selten schmeckten mir die Wurzeln und das Gemüse so gut.

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Während wir noch essen, versuchen wir mit dem Koch ein Smalltalk herzustellen, was spärlich geschieht. Ist es die Sprache oder das Grillgeräusch, nun ja – wir wollen ja essen und kein Interview machen, aber dennoch ist ein Gespräch mit dem Koch für uns wohltuend.

Schon wird bereits der nächste Gang vorbereitet, „Yaki Meshi“, gebratener Reis mit Eier, dann kommt das „Gyu Hile“, zartes US-Rindsfilet.Wir haben uns für das Wagyufilet nicht entschieden, da wir das hochgelobte Wagyufilet gesondert an einem anderen Anlass widmen wollen.

Unser Koch stellt akrobatisch das Fleisch zurecht wird von unseren Augen kunstvoll mit graziöser Handling hergerichtet und wieder in kleinen Häppchen geschnitten. Das Rindsfilet  ist wirklich gut, hat mehr Intensivität und schmeckt rassiger, ist es das Auge, welches da mit gekocht hat! Während wir noch gesellig das Fleisch aufessen, putzt der Koch die Platten und verabschiedet sich noch von uns. Die Vorstellung des Kochs ist vorbei, er verlässt uns, wie die Zeit vergeht.

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Zum Schluss bestellen wir noch ein Dessert nach japanischer Art.

Glace mit Süssbohnen, wobei wir beim Verspeisen der Süssbohnen uns an Maroniglace erinnerten.

Glace mit Litschi, die Glacekugeln waren wirklich sehr gut und hatten keinen üblichen Beigeschmack. Über den Litschi kann ich nicht viel berichten, Viele halten die Litschi für eine der besten Früchte.. Aber man kann kaum beschreiben, wie sie wirklich schmeckt: Vielleicht ein bisschen sauerkrische, aber richtig süss – mit Muskatnussduft???

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Nun man isst sich nicht satt – man isst sich zufrieden, das war ein kleines Ausschnitt aus Japansküche, was unser Gaumen recht, hypnotisierte und uns für eine kurze Zeit ins Fernöstliche entfürte.

Vermisst haben wir die japanischen Klänge und Musik, etwas mehr japanische Atmosphäre und Kleidung..

Der Menü-Preis ist eher im oberen Bereich angesiedelt, dennoch empfanden wir diesen kulinarischen Ausflug empfehlenswert.

Gemäss Okinawaphilosophie, nicht das Essen macht dick, sondern das Nichtstun nachdem essen. Liefen wir also danach noch gute halbe Stunde bis zu unserem parkierten Autos durch den Altstadt und der Bahnhofstrasse und genossen die mitternächtliche Frische und liesen uns visuell das lebhafte Treiben der unterhaltungssuchenden Menschenmenge berieseln.

Mehmet Candar

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